Working Box | Düsseldorf

umnutzung einer werkshalle
zu einem büro- und gewerbestandort

Ermutigt durch den Erfolg der Umnutzung des Werksgebäudes 27 zum "Living Office" sucht der Grundstückseigentümer nach einem analogen Konzept für eine mögliche Revitalisierung der Halle 13/23 auf der gegenüberliegenden Seite der Rather Straße.

Die rund 213 m lange Halle setzt sich aus einem zweischiffigen und einem dreischiffigen Teil zusammen. Die Eingangsfassade weist zur Rather Straße hin. Charakteristisches Element des eingeschossigen Innenraums ist die Kranbahn, deren Konstruktion die Halle in Rasterfelder gliedert. Die Halle ist über regelmäßig angeordnete Fenster von 4 m Breite und 10 m Höhe großzügig belichtet. Durch die ursprüngliche Hallennutzung ist allerdings eine Kontaminierung des Bodens zu erwarten, so dass dieser ohne aufwendige Sanierungsmaßnahmen kaum für eine höherwertige Nutzung herangezogen werden kann.

Unmittelbar auf dem Hallenboden ist eine Parkebene mit Zufahrt von der Rather Straße aus angedacht. Das Eingangsniveau der neuen Bürolandschaft rückt um 3 m nach oben, und liegt aufgrund der variierenden Geländehöhe 1,70 m über der Rather Straße. Die Überwindung dieser Differenz schafft die Möglichkeit für eine repräsentative Eingangssituation.

Der eingeschossige Innenraum wird durch eingehängte Ebenen auf Grundlage des Hallenrasters strukturiert,wobei sich ausgefüllte und frei bleibende Rasterfelder abwechseln. Die dreigeschossigen Boxen werden durch die Kranbahnen ebenfalls dreischiffig gegliedert. Trotz der Strenge der Planung bietet die Hallenstruktur erstaunliche räumliche Qualitäten: Die beiden parallelen Erschließungsstraßen sind von Lichthöfen gesäumt, welche die rohe Backsteinfassade und den Blick durch die riesigen Fenster freigeben. Auftakt und Endpunkt bilden potentielle Boxenfelder als unbebaute Atrien.

Als besonders sinnfällige Nutzung bietet sich ein Gründerzentrum im High-Tech-Sektor an. Der Ansatz schafft eine hohe Verdichtung der Flächen, ermöglicht deren komplexe Vernetzung und bietet Ausbauoptionen.

referenz

Rheinmetall AG | Düsseldorf



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