Wohnhochhaus Europaviertel |

Frankfurt a. M.

eingeladenes gutachterverfahren

Das Europaviertel in Frankfurt a. M. ist ein neues Stadtviertel, das auf dem Gelände des ehemaligen Hauptgüterbahnhofs im Stadtteil Gallus gebaut wird. 2005 wurde mit Erschließungsarbeiten begonnen, bis 2019 soll das gesamte städtebauliche Projekt mit Büros, Hotels, Wohnungen, Parks sowie Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten abgeschlossen sein. Auf einem rund 6.500 qm großen Grundstück am westlichen Eingang der Europa-Allee soll nun ein 19-geschossiges Wohnhochhaus mit zweigeschossiger Tiefgarage errichtet werden. Durch seine exponierte Lage wird das Gebäude zum Entree für diesen Stadtteil.

Entsprechend setzt das architektonische Konzept der Hartmann Architekten auf die Entwicklung eines markanten Solitärgebäudes, welches die vielfältigen Blickbeziehungen zum städtischen Umfeld aufgreift. Die Gebäudeform und -ausrichtung folgt dem Lauf der Sonne und ermöglicht großzügige, wie ruhige Wohnräume inmitten des pulsierenden Lebens. Bodentiefe Glasfassaden eröffnen imposante Ausblicke und lassen den geschütztem Innenraum mit dem städtischen Lebensumfeld korrespondieren. Im Osten mit der Frankfurter Skyline, im Süden mit dem Odenwald, im Norden und Westen mit Ausblick zum Taunus.

Das flexible Konzept ermöglich Wohnungsgrößen von 40 bis 200 qm und mehr. In jeweils 15 qm Schritten lässt sich der Wohnraum beliebig den individuellen Ansprüchen anpassen. Abgesehen von den Erschließungskernen sind die Geschosse frei von tragenden Wänden und werden nur durch wenige Stützen abgefangen. Berücksichtigt man den gewünschten Schlüssel von 1,2 PKW-Stellplätzen pro Wohneinheit, so lassen sich 148 Wohnungen realisieren.

Der Wohnturm setzt auch hinsichtlich der technischen Umsetzung Maßstäbe. Durch die Reduktion der Formensprache auf die beiden Urtypen Kreis und Ellipse lässt sich das Gebäude elementiert und damit wirtschaftlich realisieren. Die Haus- und Energietechnik folgt modernsten Standards.

Das Thema "Scandinavian Summer" bestimmt die Gestaltung der Außenanlagen. Wichtige Elemente sind Wasserflächen, eine Modellierung des Geländes, die Verwendung ausdrucksstarker Texturen von Natursteinen, der Einsatz von Birken mit ihren auffällig weißen Rinden, Rasenflächen sowie Stauden und Gräser.

Seine Vollendung erlangt das „Tor“ zur Europa-Allee durch eine artverwandte, spiegelbildliche Bebauung auf der anderen Straßenseite. So würde sich - metaphorisch gesprochen - „der Kreis schließen“.

referenz

Wilma Wohnen Süd GmbH | Kriftel



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