Hochtechnologiepark | Jena

entwicklungskonzept
für das ehemalige brauereigelände

Auf dem Gelände der ehemaligen städtischen Brauerei südlich des Stadtzentrums von Jena soll ein Hochtechnologiepark mit ca. 10.000 qm Hauptnutzfläche errichtet werden. Wettbewerbsaufgabe ist die Entwicklung eines hochflexiblen Modulsystems mit Größen von 300 qm, die einzeln oder zusammengeschaltet Nutzungen als Zellen-, Großraum- und Kombibüros oder als Labor, Werkstatt und Produktionsfläche zulassen.

Der Entwurfsansatz der Hartmann Architekten führt die künstliche Terrassierung des Geländes auf seine ursprünglich kontinuierliche Neigung zurück. Sämtliche Neubauten weisen die gleiche Höhe auf, so dass die Höhenentwicklung des Ensembles den natürlichen Geländeverlauf nachzeichnet. Der markant geschwungene Niveauversprung der Gebäude gibt der Anlage einen eigenständigen Charakter. Das, zweigeschossig in die Geländekante eingeschnittene, Forum öffnet sich durch seine ganzflächige Verglasung zur Straße hin. Durch die seitliche Fortsetzung im umgebungstypischen Buntsandstein und eine partielle Dachbegrünung integriert sich der Technologiepark harmonisch ins Umfeld.

Die Gebäudemodule gruppieren sich in fünf Reihen parallel zu den Höhenlinien um eine offene Mittelmagistrale, welche von einem Glasdach überspannt wird. Der öffentliche Zugang liegt am östlichen Ende dieser Achse ganz selbstverständlich an der Kahlaischen Straße. Sie nimmt Bezug zum bestehenden Fußwegenetz auf und fluchtet auf die Promenade zur Saale. Für die Kunden- und Mitarbeitererschließung wird die bestehende Brauhofstraße genutzt.

Die Flucht der Brauhofstraße wird in der internen Baustruktur aufgegriffen und über eine freiraumplanerisch markant gestaltete Achse in Nord-Südrichtung zur Rosenthal-Villa hin fortgesetzt. Letztere lässt sich nach ihrer Sanierung als Tagungs- und Schulungszentrum in das Konzept einbinden. Der geplante Neubau des Justizzentrums bildet den Zielpunkt in nördlicher Richtung. Die Stadtvillen an der Kahlaischen Straße bleiben erhalten.

Die Gliederung der Volumina stellt die maßstäbliche Verbindung zur gebauten Nachbarschaft her. Ein Baukörper setzt sich aus je zwei Office- bzw. Technologiemodulen zusammen, die sich horizontal und vertikal frei zusammenschalten lassen. In der Mitte liegt der gemeinsam genutzte Service- und Erschließungsbereich. Die Abmessungen der Modulblöcke entsprechen denen der Stadtvillen.

Größte Bedeutung wird der Unterstützung von Begegnung und Austausch zwischen den Nutzern, sowie deren Kunden und Besuchern beigemessen. Das großzügig gestaltete Eingangsforum schafft einen öffentlichen Anziehungspunkt.

Der Technologiepark wird Zentrum für zukunftsweisendes Denken und Handeln.

referenz

LEG Thüringen
Stadt Jena



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