Schlossbad Wickrath | Mönchengladbach

umbau und sanierung eines schwimmbads

Wenn es um die Sanierung öffentlicher Einrichtungen geht, steht Mönchengladbach, wie viele andere Kommunen auch, unter einem hohen Kostendruck. Entsprechend besteht die Herausforderung darin, trotz geringer finanzieller Mittel ein Höchstmaß an zeitgemäßer Erlebniswelt zu schaffen.

Der Entwurf der Hartmann Architekten baut auf der sinnfälligen Organisation des Bestandsbades auf. Er steigert die Sichtbarkeit und Prägnanz des Bestehenden, um den Besuchern die Orientierung und Verständlichkeit weiter zu erleichtern. Ziel ist es eine „freundlich-charmante Verdichtung mit Fernwirkung“ zu erzielen. Das Badeerlebnis wird als „entspanntes Wohlfühlen“ und nicht als „lautes Vergnügen“ aufgefasst. Die Planung legt ein großes Augenmerk auf die ruhig-harmonische Gliederung der kompakten Baukörper. Im Fokus aller Entscheidung stehen niedrige Bau- und Betriebskosten.

Für die Gestaltung der Fassade werden HPL-Platten (High Pressure Laminate-Platten), ein günstiger und wartungsfreier Verbundwerkstoff mit hoher Witterungsbeständigkeit, eingesetzt. Durch deren Kombination mit Echtholzfurnier erhält das Gebäude eine natürliche Ausstrahlung und integriert sich gut in die Landschaft. Alle eingesetzten Glasflächen leiten sich konsequent aus der Nutzung ab, was zu einem minimierten Öffnungsanteil führt.

Das Hallenbad wird um weitere Funktionsbereiche erweitert. Durch diese Erweiterung rückt es näher an die Straße heran. Die Akzentuierung des Eingangs in Form einer Rundung nach Nordosten schafft eine gute Fern- wie Nahwirkung für den Besucher. Das einladend geschwungene Foyer offeriert den freien Blick in die Badelandschaft - eine unmittelbare Einstimmung auf das Badeerlebnis. Es teilt die dienenden Räume nördlich und östlich der Badelandschaft in zwei  funktional wie flächenmäßig optimierte Gruppen: Die Umkleideräume zwischen Sport- und Erlebnisschwimmbereich sowie die Gastronomie und Verwaltung mit Außenorientierung. Die unterschiedlichen Raumhöhen im Badebereiche und im Bereich der „dienenden Funktionen“ ermöglichen die Nutzung des Tageslichtes. Hier werden zusätzliche Oberlichtbänder installiert. Die Lage des Restaurants erlaubt die Ausgabe zu Hallen- und Freibad, sowie nach außen hin und ermöglicht eine externe Verpachtung.

referenz

NVV AG | Mönchengladbach



< zurück zur Projektübersicht